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Lisa Hopf: Dualismus des Meeres

09.06. @ 19:00 - 01.09. @ 21:00

„Nasty Butterflies are crashing racism“

In der Rauminstallation Dualismus des Meeres zeigt die seit frühester Kindheit vom Leben auf dem Wasser faszinierte Künstlerin und Seglerin Lisa Hopf die Polarität der Spannung des Meeres. Sie lässt uns eintauchen und teilhaben an prägenden Erfahrungen und eröffnet, wie jene Gegensätzlichkeit unsere Wahrnehmung beeinflusst. Ist das Meer Oberfläche und Tiefe, Bewegung und Ruhe, Freiheit und Grenze, so ist es auch „mare liberum“ und „mare clausum“, freies und geschlossenes Meer. Politisch und wirtschaftlich stehen sich zwei Positionen und Auffassungen gegenüber, die das internationale Seerecht heute prägen. Der Oceanic Turn stellt unser terrazentrisch geprägtes Weltbild infrage und ein ozeanisches zur Verhandlung. Der bisher “leere“ Meeresraum soll als historischer Raum wahrgenommen werden. Aufgrund der aktuellen politischen Lage ist das Mittelmeer verstärkt in den Vordergrund getreten, das Meer als natürliche Grenze mit politischen und wirtschaftlichen Zonen auf dem Liquiden. All diese Punkte prägen unsere Wahrnehmung vom blauen Urlaubsmagneten nur minimal, doch schwingen sie vermehrt subtil mit.

Lisa Hopf gelingt es in Dualismus des Meeres ihre widersprüchlichen und zweiseitigen Wahrnehmungen in Materialität zu übersetzen und sie schafft ein paradoxes Environment, indem sich Besucher:innen um das feste Meer bewegen, sie werden zum fluiden Teil der Installation.
Ein Mesh-Banner auf der einen Seite, eine Videoinstallation auf der anderen. Dem Blick vom Wasser auf´s Land ist der Blick vom Land auf´s Wasser gegenübergestellt. Meeresrauschen umhüllt den Raum, unterbrochen von dem Surren von Flugzeugen, das an Kampfjets denken lässt. Das Meer bewegt sich, aber es bewegt sich nie fort, bietet Schutz und birgt Gefahr, ist messbar und dennoch unkontrollierbar, ist Oberfläche und Tiefe, Freiheit und Grenze.


Eröffnung: 09.06. um 19:00

Ausstellungsdauer: 10.06. – 01.09.2022
Öffnungszeiten: Mi – Fr 15:00 – 19:00 und nach Vereinbarung

 

Lisa Hopf, geboren 1990, studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main, wo sie im Fach Experimentelle Raumkonzepte ihr Diplom erhielt. Nach dem Studium reiste sie ein Jahr lang auf einem Segelboot von Afrika über den Südatlantik nach Südamerika. Seit ihrer Rückkehr ist sie als freischaffende Künstlerin und Art Direktorin in Graz tätig.
Das künstlerische Interesse Lisa Hopfs resultiert aus ihrer langjährigen Beschäftigung mit dem Tanz. Die Arbeit mit dem eigenen Körper in Beziehung zu dem ihn umgebenden Raum führten zu einer tiefen Auseinandersetzung mit Orten, Nicht-Orten und wie Menschen mit diesen interagieren. Es sind scheinbar unbeachtete, urbane Räume, oft einer starken Veränderung unterworfen, die sie interessieren.
Mehr Information:
https://lisahopf.com/

Details

Beginn:
09.06. @ 19:00
Ende:
01.09. @ 21:00
Veranstaltungskategorie:
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Veranstaltungsort

Kultur in Graz, Saal 2
Lagergasse 98A
Graz, 8020
Telefon:
+43 316 720267
Webseite:
kulturingraz.mur.at