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SUMMARY:Walk the Voice - Ulrike Sowodniok
DESCRIPTION:Ein Hörspaziergang mit und durch die Stimme \n\nSpielerisch werden wir mit Berührungen und einfachen Stimmpatterns unsere Klangumgebung nonverbal erkunden. Wir erforschen Echolot und Körperbalance und entfalten dabei als Gruppe in unterschiedlichen Formationen unseren Klangkörper als Dimension zwischen Stadt und Natur. \n Klangkünstlerin Ulrike Sowodniok \n\n05. Juli 2014\, 18 Uhr\, Treffpunkt: KiG! Kultur in Graz\, Lagergasse 98a\n\nWeitere Walks am 3. und 4. Juli\, 18:00\, Abschlusskonzert 5. Juli 21:00 Uhr \n  \nEin Hörspaziergang mit und durch die Stimme\n  \nEin Spaziergang mit und durch die Stimme. Wie können wir die Klanglandschaft durch die Stimme hören? Was erfahren wir dabei über unser Hören? Über unsere Stimme? Über unsere Art zu gehen und uns zu orientieren? Können wir durch die Stimme eine „Soundkarte“ unserer Umgebung entwerfen. Jede Stadt hat ihre eigenen Klänge und ist in ihre eigene Klanglandschaft eingebettet. Gleichzeitig sind wir seit den Anfängen der kanadischen Soundscape-Bewegung (R.\nMurray Schafer et al. ab 1960) darauf aufmerksam geworden\, dass die fortschreitende globale Urbanisierung einen maskierenden Klangschleier über die Welt legt. Der Radius unseres Hörens schränkt sich mehr und mehr ein. Klänge von Tätigkeiten – auch in unserem Nahfeld – können wir nicht mehr differenzieren. Wenn wir mit unseren Kindern im Verkehr sprechen\, müssen wir sie anschreien\, damit sie uns hören können. Unsere Körper versteifen sich gegenüber der Klangumwelt\, wir konturieren uns weg von ihr\, wir hören weg… Das „Weghören“ hat eigene mobile Formate\, die wir mit kleinen Stöpseln direkt in unser Ohr einführen können. Was geschieht aber\, wenn wir das Ohr wieder öffnen und in all seinen Stationen hinterfragen? Was bedeutet auratisches Hören? Was ist kinästhetisches Hören? Wie verändern sich dabei unser Lebensraum und unsere Lebensqualität? Vorgeburtlich können wir bereits davon sprechen\, dass wir hörend die Welt erkunden in einem „mimetischen Hören“ (vgl. Christoph Wulf et al. 1993). Eingebettet sind wir aber vor allem in die Matrix der Stimme unserer Mutter (vgl. Alfred Tomatis 1981). Unser Ohr ist Adressat der hochfrequenten Qualitäten unserer Stimmen. Ohr und Stimmklang bilden vielschichtige Funktionskreisläufe im Körper (vgl. Gisela Rohmert 1992). Der Klang unserer Stimme ist eine übergeordnete Orientierungsfunktion (vgl. Ulrike Sowodniok 2013)\, die abbildet\, wie wir in der Welt leben und wie wir uns auf sie beziehen.\nIn alten Zeiten berichteten fahrenden Sänger über die Landschaft und die Ereignisse in ihr. Oral- narrative Kulturen wie die australischen Aborigines entwickelten Kartierungen ihres Landes und seiner Geschichte in „Songlines“. Was kann der Beginn einer modernen stimmlichen Narration der Stadtlandschaft sein? Auf der Grundlage dieses Verständnisses der unmittelbaren Beziehung von Stimmklang und Umgebung\, werden wir diesen Hörspaziergang durch die Stimme unternehmen. Wir werden mit unserer Sprech- und Singstimme spielen und sie in vielerlei Beziehungen zu Körper und Umgebung kennenlernen. Es sind keinerlei stimmliche Vorerfahrungen nötig – lediglich die Freude an eigenen Fragestellungen und dem Spiel mit der Stimme in Beziehung zu sich und anderen. \nBildrechte/copyright Ⓒ: Angela Ankner
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LOCATION:Kultur in Graz\, Lagergasse 98A\, Graz\, 8020
CATEGORIES:Aktion und Performance,Musik
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