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SUMMARY:Küchengespräche Spezial mit Raiza Agamirzaeva
DESCRIPTION:Fluchtgespräche Specials: 03.02.2015\, 03.03.2015\, 02.06.2015\nupcoming: \n\nRaiza Agamirzaeva\n5. Mai 2015\n15 Uhr Kochen _ 18 Uhr Gespräch _ 19 Uhr Essen\n\nKüche: Kaukasische Spezialitäten aus Georgien\n\nKooperation: Kultur in Graz & CLIO   >>>    Mehr Info: kig.mur.at / clio-graz.net \n  \nFlucht sichtbar machen!\nEsskultur und Fluchtgespräche\nVor 75 Jahren begann der Zweite Weltkrieg. Schon zuvor haben die Nationalsozialisten Menschen an den Rand der Gesellschaft gedrängt\, juristisch\, politisch\, wirtschaftlich und gesellschaftlich marginalisiert und letztlich viele zur rettenden Flucht gezwungen. Die internationale Politik versagte damals wie heute: Bei der Konferenz von Evian 1938 gelang es nicht\, die Quoten zur Einwanderung von Flüchtlingen in die westlichen Länder zu erhöhen. So verließen Menschen\, die irgendwie konnten\, das nationalsozialistische Deutschland und gelangten auf teils abenteuerlichen Routen auch nach Afrika und Asien. Heute ist die Fluchtrichtung eine andere. \nWährend wir die Erinnerungen von ÖsterreicherInnen\, die während der NS-Zeit nach Asien und Afrika flohen\, vorstellen\, erzählen Menschen\, die jüngst nach Österreich geflüchtet sind\, von ihren Heimatländern in Asien und Afrika. Sie berichten von den Umständen und Gründen ihrer Flucht\, ihren Fluchtwegen\, ihren Aufnahme- und Asylbedingungen in Österreich\, ihren Perspektiven und Hoffnungen. \nHEUTE: Die Fluchtgeschichte von Raiza Agamirzaeva zieht sich über Generationen. Ihre Großeltern wurden von Stalin nach Kasachstan deportiert\, weil viele Tschetschenen der Kooperation mit den Deutschen beschuldigt wurden. Raiza selbst musste im Zweiten Tschetschenienkrieg fliehen\, bei dem sie fast ihre ganze Familie verlor. Über Russland\, die Ukraine und Ungarn kam sie allein nach Österreich. In Graz durchlief sie eine Vielzahl an Flüchtlingsstationen: Griesplatz\, Metahofgasse\, Mitterstrasse\, wo sie das Sprengstoffattentat auf das Caritas- Asylbewerberwohnheim im September 2010 miterleben musste. \nGESTERN: Die entgegengesetzte Fluchtrichtung gegen Osten sicherte der Wienerin Edith Sekules und ihrer jungen Familie nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Österreich das Überleben. Zuerst flüchteten sie nach Estland\, wo sie ab Juli 1941 von der Sowjetarmee immer weiter gegen Osten deportiert wurden\, um dem deutschen Vormarsch zu entfliehen. So überlebten sie unter einfachsten Bedingungen in Kasachstan\, während die gesamte jüdische Bevölkerung im Baltikum von den Deutschen ermordet wurde.\nWir wollen uns um einen Tisch setzen\, zuhören\, Fragen stellen\, verstehen lernen\, Menschen mit ihrer Fluchtgeschichte begreifen lernen – damals wie heute. Denn „ein Flüchtling ist nur kurze Zeit ein Flüchtling. Dann wird er Teil der Gesellschaft“.\nSo wollen wir diese Abende auch mit einem gemeinsamen Essen und informellem Austausch ausklingen lassen. \n\nGespräch: Raiza Agamirzaeva\nModeration: Margit Franz (CLIO\, Moderation & historische Fluchtbiografie)\n\nKüche:  Kaukasische Spezialitäten aus Georgien \n5. Mai/  18.00 Uhr\nKiG! Kultur in Graz / Lagergasse 98 a / 8020 Graz \nEine Veranstaltung von CLIO in Kooperation mit KiG!/Küche im Volkshaus
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