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SUMMARY:Küchengespräche Spezial mit Abdulwali Karamalli (Afghanistan)
DESCRIPTION:Küche im Volxhaus: jeden 1. Dienstag im Monat\nFluchtgespräche Specials: 03.02.2015\, 03.03.2015\, 02.06.2015 \nupcoming:\n\n \nAbdulwali Karamalli (Afghanistan)\n03. Februar 2015\n15 Uhr Kochen _ 18 Uhr Gespräch _ 19 Uhr Essen\n\nKüche: Mohammad Ghaleb Ghanizada (Afghanistan)\nMenü: Kabuli Polau\, afghanisches Reisgericht \n\nKooperation: Kultur in Graz & CLIO   >>>    Mehr Info: kig.mur.at / clio-graz.net \n  \nFlucht sichtbar machen!\nEsskultur und Fluchtgespräche\nVor 75 Jahren begann der Zweite Weltkrieg. Schon zuvor haben die Nationalsozialisten Menschen an den Rand der Gesellschaft gedrängt\, juristisch\, politisch\, wirtschaftlich und gesellschaftlich marginalisiert und letztlich viele zur rettenden Flucht gezwungen. Die internationale Politik versagte damals wie heute: Bei der Konferenz von Evian 1938 gelang es nicht\, die Quoten zur Einwanderung von Flüchtlingen in die westlichen Länder zu erhöhen. So verließen Menschen\, die irgendwie konnten\, das nationalsozialistische Deutschland und gelangten auf teils abenteuerlichen Routen auch nach Afrika und Asien. Heute ist die Fluchtrichtung eine andere. \nWährend wir die Erinnerungen von ÖsterreicherInnen\, die während der NS-Zeit nach Asien und Afrika flohen\, vorstellen\, erzählen Menschen\, die jüngst nach Österreich geflüchtet sind\, von ihren Heimatländern in Asien und Afrika. Sie berichten von den Umständen und Gründen ihrer Flucht\, ihren Fluchtwegen\, ihren Aufnahme- und Asylbedingungen in Österreich\, ihren Perspektiven und Hoffnungen. \nDie Fluchtgeschichte von Herrn Abdulwali Karamalli aus Afghanistan ist eine Geschichte von Enteignung und Vertreibung. Als ältester Sohn seiner Familie musste er auf Morddrohung der Taliban und eines Nomadenstammes aus Nordafghanistan über Pakistan flüchten. Seine Frau und sein Sohn leben mit anderen Familienangehörigen noch immer in Flüchtlingslagern um Peshavar.\nEnteignung und Vertreibung aufgrund seiner jüdischen Abstammung hat auch den österreichischen Flüchtling Emmanuel Schlesinger 1939 nach Indien verschlagen. Als Besitzer einer Hutfabrik wurde er 1938 von den Nationalsozialisten enteignet. Seine Frau und seine zwei Töchter konnte er nach Großbritannien in Sicherheit bringen\, er selbst machte sich allein auf den Weg nach Asien. Seine Ehe zerbrach an der jahrelangen Trennung\, seine Familie war für immer auseinandergerissen. \nWir wollen uns um einen Tisch setzen\, zuhören\, Fragen stellen\, verstehen lernen\, Menschen mit ihrer Fluchtgeschichte begreifen lernen – damals wie heute. Denn „ein Flüchtling ist nur kurze Zeit ein Flüchtling. Dann wird er Teil der Gesellschaft“.\nSo wollen wir diese Abende auch mit einem gemeinsamen Essen und informellem Austausch ausklingen lassen. \n\nGespräch: Abdulwali Karamalli\nModeration: Margit Franz (CLIO\, Moderation & historische Fluchtbiografie)\n\nKüche:  Kabuli Polau\, afghanisches Reisgericht \nEine Veranstaltung von CLIO in Kooperation mit KiG!/Küche im Volkshaus \n 
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